Umgang mit ADHS Kindern
Oder gibt es da wirklich keine Lösung?
Der Verdacht – hat mein Kind AD(H)S?
Ich teile hier meine Geschichte mit dir, denn vielleicht erlebst du ähnliche Situationen, wie ich sie erlebt habe. Anhand meiner Geschichte, möchte ich dir einen sinnvollen Lösungsweg aufzeigen, der mich (gefühlt) schon 3 oder 4 Jahre früher hätte finden können. Damit du nicht auch so lange suchst wie ich. Denn es gibt wirklich tolle Wege, die Probleme aus dem Weg zu räumen. Auch, wenn sich das bisher noch nicht wirklich rumgesprochen hat.
Schon als Baby war mein Kind irgendwie anstrengend
Mein Sohn kam schon als Schreibaby auf die Welt. Als junge Mama hatte ich buchstäblich niemals auch nur 2 Minuten Zeit, um mich mal auszuruhen. Ständig weinte mein Baby und verlangte von mir, es rumzutragen, es zu beschäftigen, mich um es zu kümmern. Das fand in einem Ausmaß statt, dass ich bis zum 2. Geburtstag meines Sohnes 10 kg weniger wog als mein normales Körpergewicht eigentlich war. Vor lauter Stress. Alleinerziehend war ich zu diesem Zeitpunkt auch noch.
Jede Mama will das Beste für ihr Kind - ist mein Kind gefühlsstark?
Da ich das Beste für mein Kind wollte, beschäftigte ich mich sehr mit dem Thema bedürfnisorientierte Erziehung, auch mit dem Thema gefühlsstarke Kinder befasste ich mich sehr. Ich las alle möglichen Ratgeber, damit es meinem Kind gut ging. Wir gingen zu allen möglichen Kursen und machten bis dahin unser Ding. Bis dahin war mein Sohn ja noch klein und kleine Kinder sind eben anstrengend zu betreuen. Das wächst sich dann später aus, war meine Überzeugung und sagten mir auch alle.
Was wenn sich die Symptome nicht einfach auswachsen...
Was allerdings nie aufhörte, obwohl jeder mir sagt, dass es sich auswachsen würde, waren die Schreianfälle, die krasse Wut und überhaupt, die überschäumenden Gefühle in alle Richtungen. Ratgeber gibt es dazu ja viele und ich probierte auch alles aus. Über Gefühle sprechen, das Kind ablenken, die Bühne verlassen, teilweise drehte ich meinen Kleinen sogar auf den Kopf, um den Stress aus seinem kleinen Körper rauszulassen. Das brachte alles immer mal wieder Erleichterung, aber wirklich leicht und easy-going war das noch lange nicht.
Und wenn du das hier gerade liest, hast du wahrscheinlich auch schon alle möglichen Ratgeber gelesen und bist bereits Expertin auf diesem Gebiet. Ich nutze meinen Weg, betroffenen Eltern zu zeigen, wie sich die Situation über ein Elterncoaching lösen lässt.
... und sich zusätzliche Schwierigkeiten ergeben?
Bei uns kam noch eine schwierige Kindergartenerfahrung dazu, die dazu führte, dass ich meinen Sohn aus dem Kindergarten nahm, weil ihm das wirklich nicht guttat.
Er entwickelte
- eine Tic-Störung
- musste ständig zur Toilette und wir konnten keine Auto- oder Zugfahrten mehr gemeinsam unternehmen, weil er so große Angst hatte einzunässen. Damit konnten wir auch gar keine Freunde mehr besuchen (wegen der Autofahrt) oder mal ins Schwimmbad oder zum Spielplatz gehen.
Unabhängig von allem, hatte ich ständig Angst, dass das Kind unkontrolliert ausrastet. Vor allen Leuten, in der Öffentlichkeit, im Kindergarten, bei Freunden und Familie. Also blieben wir lieber zu Hause.
Mama sein ist irgendwie anstrengend...
Mein Kind wurde immer wilder. Und ich immer einsamer. Spaß war das nicht gerade. Aber die Frage nach Spaß stellte sich mir auch gar nicht in dieser Situation. Es war anstrengend, aber scheinbar ist Mama sein ja anstrengend…
Dachte ich, dass das gar nicht so sein muss, fand ich erst später heraus. Damit es für dich nicht auch so lange so anstrengend ist, coache ich heute unseren super erfolgreichen Weg für andere Familien. Denn "Mama sein ist anstrengend" ist heute ein Glaubenssatz der Vergangenheit für mich. Und für dich vielleicht auch ganz bald.
Du rennst auf den Sportplatz...
Zu dieser Zeit spielte mein Kleiner Fußball wie verrückt. Wir waren teilweise 3-4 h am Tag auf dem Sportplatz (alleine natürlich, sicherheitshalber), damit er seine nervöse Energie loswerden konnte. Und selbst nach 3 oder 4 Stunden, war das Kind nicht ruhig und hatte immer noch diese Nervosität und Energie in sich. Und ganz ehrlich… es ist voll anstrengend und nervig für mich als Mama gewesen, mein Leben alleine mit meinem Sohn auf dem Sportplatz zu verbringen…
... versuchst, ein normales Familienleben aufrecht zu erhalten...
Ein normales Abendbrot, wie man es sich vorstellt, alle sitzen am Tisch und essen und trinken und erzählen sich vom Tag, war bei uns nicht möglich. Das Kind stand ständig auf, sprang herum, setze sich kurz wieder hin, biss einmal von seinem Brot ab und rannte wieder los. Was für eine Unruhe. Und ständig wurde dazwischen geplappert. Ein normales Gespräch mit meinem Mann war kaum noch möglich. Wir wollten doch einfach nur normal Abendbrot essen!
... und versuchst auch noch, den Anforderungen deines Partners gerecht zu werden
Mein Mann sagte zu allem Überfluss auch noch ständig: „Du musst konsequenter sein!“, „Das geht so nicht weiter!“, „Wir müssen was tun!“
Am Ende, verlierst du dich selbst in der ganzen Gemengelage
Ich tat ja schon alles. Was soll ich denn noch tun?!
Ich drehte mich die ganze Zeit, um irgendwie Allen und Allem gerecht zu werden.
Ohne Kinderbetreuung trotzdem alles leisten müssen - Job, Haushalt, Kind.
Als ich meinen Sohn dann letztendlich aus der Kita nehmen musste und gar keine Kinderbetreuung mehr hatte, war ich mit dem Rücken an der Wand. Wie soll ich um Himmelswillen meinen Job machen, wenn keiner mein Kind betreut?
Multitasking ohne Kinderbetreuung
Das Tablet hilft!
Und ja… ich kann mein Kind natürlich vors Tablet setzen und „ausschalten“. Aber wie lange? 1h? 2h? 3h? Oder gar 4h? Was ich wusste war, es tat ihm nicht gut. Immer, wenn er die Medien ausmachen sollte, bekam er einen schrecklichen Tobsuchtsanfall. Fast nicht auszuhalten. Extrem zerstörerisch. Fliegende Gegenstände überall, rette sich wer kann. Teilweise ging er auf mich los, trat und haute mich. Das kann man einfangen, wenn Kinder 4 Jahre alt sind. Spätestens, wenn sie 6 oder 7 Jahre alt sind, kriegt man das nicht mehr hin. Sie sind dann schon zu stark. Die Auseinandersetzungen wurden körperlicher, gefährlicher.
Und die Mediensucht ist nicht weit...
Naja… heute weiß ich, man nennt das auch Mediensucht. Aber wie kommt man raus aus dem Wahnsinn? Das konnte mir keiner sagen.
Nun ja. Ich hatte also keine Kinderbetreuung und einen Job, Haushalt etc. zu leisten…
Wie soll ich von zu Hause aus arbeiten, wenn das Kind beim Telefonieren die ganze Zeit dazwischen plappert?!
Wirklich arbeiten und telefonieren konnte ich nicht, wenn mein Kind zu Hause war. Denn er redete ständig dazwischen. Er konnte keine Minute still sein, und mich mal telefonieren lassen. Es war zum Mäusemelken!
Und warum hört dieses Kind nicht auf mich?!
Najaa… und gehört hat mein Kind auch nie… also zumindest nicht wirklich. Wenn es wirklich gefährlich war und ich es tot ernst meinte, dann hörte er. Sonst… eher nicht. Nervig…
Hast du schon mal was von AD(H)S gehört?
Zum Glück ging es zu diesem Zeitpunkt bald mit der Schule los. Und ich musste „nur“ 2 Monate, den Sommer, ohne Kinderbetreuung überbrücken. Also rief ich Freunde an, die Zeit und Lust hatten, mit uns ein paar Tage zu verbringen.
Interessanterweise führte uns das Leben zu einer lieben Freundin, die heute Erwachsen ist, aber schon als Kind eine ADHS-Diagnose hat. Als wir bei ihr waren, merkte ich sofort, dass hier etwas anders war. Diese Leute konnten sehr gut mit meinem Kind umgehen und alles war einfach dort. Sie erzählte mir, was ADHS ist und wie es sich auswirkte. Sie beobachtete meinen Sohn und sagte ziemlich schnell, dass das alles sehr gut auf ihn zutrifft.
AD(H)S und die Schulmedizin oder "Geht das nicht auch anders?!"
AD(H)S - was klassischerweise vorgeschlagen wird
Da hatte ich nun also das Wort ADHS das erste Mal gehört. Achtu Schreck! Ich fing sofort an, alles dazu zu recherchieren. Alles. In kürzester Zeit wurde ich Expertin zum Thema.
Ich las, probierte alles Mögliche aus. Der klassische schulmedizinische Weg führt dann über den Kinderarzt, eine Diagnose, unzählige Therapien fürs Kind bis hin zu Medikation. Man kann es auch noch weiter treiben – Pflegestufe beantragen und Schulbegleiter.
Geht das nicht auch anders?
Und ganz ehrlich?! Das war mir zu verrückt. Ich glaubte schon immer daran, dass alles im Leben veränderlich ist. Warum sollte nun plötzlich mein Kind eine Krankheit haben, wo höchstens Linderung möglich ist. Dazu kam für mich der Eindruck, dass der Weg, der vorgegeben wird, bei befreundeten Familien nicht wirklich zu besseren Ergebnissen führte.
Das leuchtete mir alles überhaupt nicht ein.
Und ich suchte weiter.
Die Geschichte geht weiter...
Situationen spitzen sich zu: Schulverweigerung...
Parallel dazu spitze sich unsere Situation noch weiter zu. Das Kind kam gar nicht mehr von den Medien weg, Wutausbrüche wurden nicht weniger, eher mehr, am Ende hatte er in der Schule gar keine Freunde mehr und verweigerte die Schule gänzlich. Wieder einmal mehr war ich mit dem Rücken an der Wand.
... und Mama wird immer erschöpfter
Und mein Mann sagte jetzt auch noch „Helen, du bist auf der Burnout Skala mind. schon auf 7 von 10 Punkten!) (P.S. ich weiß nicht wirklich, wie viele Punkte diese Skala hat…). Meine Antwort war: „Quatsch, alles gut. Alles läuft wie immer, passt doch.“ Ohne es zu merken, wurde ich immer erschöpfter, immer müder. Aber das war mein ganz normaler Zustand. Über viele Jahre meines Lebens. Ich merkte gar nicht, wie sehr mir alles an die Substanz ging.
Was mache ich nur falsch?
Kurzum: Ich habe alles probiert. Gearbeitet und mich gedreht wie der Hamster im berühmten Hamsterrad. Alles gelesen, alle Informationen eingeholt. Engagement ohne Ende. Ich wurde Expertin in all den Büchern, die ich finden konnte. Ich habe das ganze Internet umgedreht und durchforstet. Alle Experten befragt. Andere betroffenen Eltern befragt.
Und nichts von all den tollen Tipps half wirklich. Es war wie verhext. Ich wurde immer müder und angespannter, mein Kind immer wilder und immer weniger händelbar.
Die nagende Frage: was mache ich nur falsch? Was habe ich übersehen?!
Du machst gar nichts falsch. Und es gibt immer richtig gute Antworten im Leben. Auch auf ein AD(H)S Problem.
Und weißt du was? Ich habe am Ende doch eine wundervolle Lösung gefunden! Auf komplett anderen Wegen. Auf Umwegen. Und wenn du unsere Geschichte kennst, würdest du heute unsere ganze Familie nicht wiedererkennen.
Kannst du dir das vorstellen? Am Ende habe ich einen Coach gefunden hatte, der mir zeigte, wie ich das Problem ganz alleine (natürlich unter Anleitung) lösen kann und wie groß mein eigener Einfluss auf diese Situation ist.
Eine nachhaltige Lösung für mein Kind durfte ich in mir selber - als Mama - finden
Dafür durfte ich ganz tief in meine eigenen Themen reinleuchten und große Entwicklungsschritte machen. Der Schlüssel lag in mir als Mama. Entsprechend hatte ich die ganze Zeit die falschen Fragen gestellt. Ich habe nach Dingen gesucht, mit denen ich meinem Kind helfen kann. Auf die Idee, die Problematik über mich als Mama zu lösen, wäre ich nie gekommen.
Aber da lag der Schlüssel.
Ich bin so dankbar, meine Erfahrung mit dir teilen zu können
Und ich bin heute hier, um meine Lösung mit allen Eltern, Mamas, Papas und Kindern zu teilen, damit niemand mehr so leiden und so lange suchen muss – wenn eine Lösung doch 1. möglich ist und 2. weder kompliziert ist noch ewig dauert.
Ich bin heute hier, um dir zu sagen: eine Lösung und komplette Symtomfreiheit bei ADHS ist total möglich. Und ich zeige dir diese Möglichkeit. Ich zeige es allen betroffenen Eltern, die endlich aussteigen wollen aus diesem verrückten Hamsterrad.
Denn das ist möglich. Ein wunderschöner, tiefer Weg – der dich als Mama oder Papa an die Wurzel, an die Ursache der Symptome führt und nicht versucht, die Symptome nur wegzubekommen. Wenn wir anfangen, zu verstehen, was uns die Symptome unserer Kinder zeigen – dann können sich die Symptome auflösen, weil ihre Botschaft verstanden wurde.
Wie soll ich nun mit meinem AD(H)S Kind umgehen?
Die Antwort auf die Frage „Wie soll ich mit meinem ADHS Kind umgehen?“ ist also: das ist die falsche Frage. Die sinnvollere Frage ist: Warum verhält sich mein Kind, wie es sich verhält? Was will es mir mit seinem Verhalten sagen? Auf welche Themen zeigen diese Verhaltensweisen und welchen Einfluss habe ich als Mama oder Papa darauf?
Wir versuchen die ganze Zeit, mit Symptomen umzugehen, anstatt zu verstehen, wie sie entstehen. Denn Symptome können sich auflösen, wenn und weil ihre Botschaft verstanden wurde.
In meinem Coaching leite ich dich ganz eng begleitet an, diese Lösungen auch für dich und dein Kind und deine Familie zu finden. Denn das Leben darf wieder schön werden. Es muss sogar wieder schön werden. Für nichts anderes haben wir Zeit.
Kontakt
Herzenswege Coaching
Helen Golka
Alte Paulsbreite 11
06779 Raguhn
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